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Pressegespräch anlässlich der Fachtagung „Soziale Arbeit – (k)ein Ort der Menschenrechte?“
hinzugefügt am 04-06-2018 von Warras
Vom 13. - 15. Juni 2018 findet am Campus Benediktbeuern der Katholischen Stiftungshochschule München (KSH) und an der Akademie für politische Bildung (Tutzing) die Fachtagung „Soziale Arbeit – (k)ein Ort der Menschenrechte? Arbeit mit Erfahrungen des Überlebens“ in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing statt.

Diese Fachtagung ist die vierte in einer Tagungsreihe, die sich kritisch mit der Geschichte der Sozialen Arbeit auseinandersetzt, der Fokus liegt auf der über Generationen andauernden Wirkung von Erfahrungen existentieller Gewalt. Sie verändern nicht nur das Leben der direkt Betroffenen oder deren Angehörigen. Sie prägen auch nachhaltig Gesellschaften und Nationen. Individuelle Strategien des Überlebens in Folge von Kriegen, Genoziden oder Ausbeutung und Unterdrückung stehen mit kollektiven Strategien in einer besonderen Wechselwirkung. Die Shoa gilt hier als herausragendes historisches Ereignis. In ihrer Folge wurde systematisch darüber nachgedacht, in welcher Weise Menschenrechtsverletzungen soziale Strukturen und gesellschaftliche Werte wie auch individuelle Haltungen und Verhaltensweisen grundlegend hinterfragen und erschüttern.

Auftakt der Tagung ist am Mittwoch, der 15.06.2016 um 19.00 Uhr an der KSH Campus Benediktbeuern. Lilach Naishtat Bornstein (Tel Aviv, Israel) und Hans-Peter Lübbe präsentieren ihren Film „Karla Raveh: Die Biografie einer Holocaust-Überlebenden in Deutschland und Israel.“ Anschließend wird die Ausstellung „Orte und Begegnungen“ von Studierenden des Projektes „Erziehung nach Auschwitz“ vorgestellt.

Am Donnerstag, den 15.06.2016 werden an der Akademie für Politische Bildung Tutzing mit dem Schwerpunkt „Arbeit mit Erfahrungen des Überlebens – Interdisziplinär“ aktuelle Ansätze aus der Zeitgeschichte und Gedenkpädagogik in der Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoa (u. a. Beiträge vom NS-Dokumentationszentrum München und dem Israelitischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben) aus dem Feld menschenrechtsbezogener Strategien der „Transnational Justice“ (u. a. Beiträge vom Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg und der KSH), aus der Psychologie am Beispiel der Bibliotherapie (Biri Rottenberg, Haifa) und aus der Sozialen Arbeit (u. a. Beiträge vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung, München und der KSH) vorgestellt. Bezugspunkte sind u.a. die Aufarbeitung der Gewalt gegen Heimkinder und die Arbeit mit Geflüchteten.

Am Freitag, den 16.06.2018 geht es an der KSH, Benediktbeuern um „Das Recht auf die eigene Geschichte – subjektive und kollektive Strategien des Überlebens“. Hier erhalten die Betroffenen selbst das Wort.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Um der Presse einige Höhepunkte der Tagung sowie die aktuelle Bedeutung des Themas vorzustellen, veranstaltet die KSH in Benediktbeuern zum Tagungsauftakt ein Pressegespräch mit der Anwesenheit der Gäste aus Israel.



Wann und wo?

Datum: Mittwoch, 13. Juni 2018

Zeit: 18.00 – 18.30 Uhr

Ort: Audimax der KSFH in Benediktbeuern, Don-Bosco-Str. 1